Darum hat die Bundesbank Angst vor Bitcoin

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Thomas Schwarzer
Die Deutsche Bundesbank warnt offiziell vor dem Bitcoin. Die virtuelle Währung sei kein geeignetes Medium um Werte aufzubewahren und dazu noch ein Spekulationsobjekt. Hier der Originaltext von Bundesbank-Vorstandsmitglied Thiele:

 
„Der Bitcoin ist ein Tauschmittel, das nicht von einer Zentralbank herausgegeben wird, sondern von nicht bekannten Akteuren. Ich sehe ihn nicht als Währung“, betont Thiele. Jeder Bürger, der sein Erspartes in Bitcoin anlegt, sollte sich die Kursentwicklung anschauen. „Wer dann noch meint, der Bitcoin wäre so sicher wie der Euro oder der Dollar, muss dafür die Verantwortung tragen“, so der Währungshüter. „Wir können nur die Menschen davor warnen, den Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu benutzen. Aber wir treffen keine Anlageentscheidungen für die Bürger.“

 
Warum warnt gerade die Bundesbank vor Bitcoin?

 
Als ich diese Meldung auf meinen Schreibtisch bekam, habe ich mich als Erstes gefragt, warum unsere Bundesbank eine offizielle Erklärung zu einer Ersatzwährung abgibt, die in ihren Augen doch nur ein „Randphänomen“ ist? Die angeblich so klein und unbedeutend ist, dass man sie eigentlich gar nicht erwähnen bräuchte?  

 
Warum will uns die Bundesbank plötzlich vor Bitcoins schützen und nicht vor anderen Risiken des Finanzmarktes? Zum Beispiel vor dem Platzen der Anleihen oder der Aktienblase oder vor der ausufernden Verschuldung fast aller Industriestaaten oder vor dem Kauf völlig überteuerter Immobilien?
 
Warum gerade vor Bitcoins, mit denen man in immer mehr Ländern bezahlen kann?

 
Ist Bitcoin eine Gefahr für den Euro?

 
Ganz schnell kam mir dann der zweite Gedanke: Hat die Bundesbank eventuell Angst, dass sich mit Bitcoins eine echte Alternative zum Euro entwickelt? Also eine Gefahr für unsere altbekannte Papierwährung? Hat sie Angst, dass immer mehr Menschen das Vertrauen in den Euro verlieren und nach Alternativen suchen?

 
Die Falschaussagen der Bundesbank
 
Bei allem Respekt, den ich der Bundesbank entgegenbringe sind die Aussagen zudem nicht ganz richtig. Bitcoins sind sicherlich keine klassische Währung, so wie wir sie kennen. Sie wird aber jeden Tag rund um den Globus gehandelt und weist auch sonst alle Merkmale auf, die Geld besitzt. Mit Bitcoins können Waren bezahlt werden. Bitcoins können zum Tausch verwendet werden.

 
Die Aussage Bitcoin sei keine Währung, ist demnach falsch. Denn wer sagt und wo steht geschrieben, dass eine Währung nur dann eine Währung ist, wenn sie von einer Zentralbank herausgegeben wird? 
 
Nirgends!   
 

-Empfehlung der Redaktion-

 

 
Keine andere Währung, kein Rohstoff und keine Aktie hat seit 2010 eine ähnlich spektakuläre Entwicklung durchgemacht. Erfahren Sie alles über die 5 Turbo-Faktoren für die Bitcoin-Preisexplosion in 2017.

 

 
Bitcoins sind stabiler als viele andere Finanzprodukte

 
Sicherlich haben Bitcoins schon so einige Höhen und Tiefen erlebt und immer wieder gibt es Kursrücksetzer, wie zuletzt vor einigen Wochen. Mittlerweile sind Bitcoins aber zum Teil wertstabiler als viele andere Anlageklassen. Ganz zu schweigen von Pennystock-Aktien, die jeden Tag heftig schwanken und gezockt werden.

 
Vergessen darf man dabei nicht, dass Bitcoins noch sehr jung sind und das tägliche Handelsvolumen in der Tat recht klein ist. Außerdem ist es ein völlig freier Handel, der nur auf der nackten und reinen Basis von Angebot und Nachfrage basiert. Es ist eine Währung, die frei „floatet“. Bei der es keine Zentralbanken gibt, die regulieren oder manipulieren. Je größer das Handelsvolumen wird, desto geringer werden auch die täglichen Kursausschläge und je stabiler werden Bitcoins.

 
Bitcoin ist bis jetzt eine Erfolgsgeschichte!

 
Bei all der Diskussion über Nachteile und Risiken müssen wir zudem den Fakten ins Auge sehen.

 
Egal, wie wir uns drehen, Bitcoins haben eine phänomenale Entwicklung hinter sich. Jeder der irgendwann eingestiegen ist, ist bis jetzt im Plus. Wer sehr früh die Chancen erkannt hat sitzt mittlerweile auf exorbitanten Gewinnen.
 
Ich kenne Leute, die bei 25 Dollar eingestiegen sind und sich ein paar Stücke ins Depot gelegt haben. Von 25 Dollar auf über 1500 Dollar. Wer möchte, darf jetzt gerne den Taschenrechner rausholen….

 
Ob und wie sich Bitcoins weiter entwickeln weiß niemand. Ob es tatsächlich irgendwann eine Kryptowährung als neue Weltwährung gibt, die Dollar, Euro oder Yen ablöst, steht in den Sternen. Vieles wird davon abhängen, wie sich unser globales Finanzsystem in den nächsten 15 Jahren entwickeln wird. Ob Menschen das Vertrauen in Papiergeldscheine, also Banknoten verlieren und ob sie nach Alternativen suchen.

 
Bitcoins gehören in ein diversifiziertes Portfolio

 
Für mich ist Bitcoin mittlerweile eine Anlageklasse, mit der man sich beschäftigen muss. Denn die Krypto-Währung bietet auch eine ganze Menge Vorteile. 

 
Bitcoins gehören als kleines Standbein zu jedem breit aufgestellten Portfolio, als Depot-Beimischung. 

 
Warnen muss ich allerdings vor Pseudo-Kryptowährungen die derzeit wie Unkraut aus dem Boden schießen. Stecken Sie ihr Geld nicht in irgendwelche dubiosen neuen digitalen Währungen, die Ihnen jemand verkaufen will, denn es gibt sehr viele Trittbrettfahrer.  

 

lhr
Thomas Schwarzer
Thomas Schwarzer
 
P.S.: Alleine in den Jahren 2012 bis 2013 explodiert der Bitcoin-Preis von 3 US-Dollar auf 1.000 US-Dollar. Wie Sie eine solche Chance mit Bitcoin in 2017 wiederholen können, erfahren Sie hier…

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