Wie Politik und Medien Sie bei der Inflation belügen

Liebe Leser,

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die neuesten Inflationszahlen haben viele private Haushalte in Deutschland verschreckt. Gerade wir Bürger in Deutschland haben aufgrund historischer Erfahrungen etwa in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts vor allem vor der Inflation mächtig Angst. Sie frisst unser Geld und unser Vermögen. Jetzt könnte erneut eine größere Inflation drohen.

 

Inflation zieht deutlich an

Jüngst ist die Inflationsrate in Deutschland auf 1,1 bis 1,7 % gestiegen. Die Zahl ist nicht eindeutig, weil verschiedene Inflationsraten gemessen werden, je nachdem, welchen Basiszeitraum Sie zugrunde legen. Die entscheidende Botschaft lautet ohnehin anders: Die Inflation steigt inzwischen wieder deutlich an.

Verantwortlich dafür ist die Europäische Zentralbank, niemand anders. Die EZB kauft ohne Unterlass Staatsanleihen auf, etwa aus Italien. Bis zum Ende des Jahres wird dieses Programm noch anhalten. Deshalb steigt die Geldmenge. Bei einer relativ gleichförmigen Wirtschaftsentwicklung mit einer Wachstumsrate von weniger als 2 % bedeutet diese Entwicklung, dass die Preise und damit die Inflationsraten steigen werden.

 

Sie zahlen an der Tankstelle

Das muss nicht in allen Produkten direkt sichtbar werden. Aber Sie selbst wissen, dass die Immobilienpreise schon rasch geklettert sind. Die Preise steigen rasant weiter. Inzwischen sollen auch die Immobilien in den Randlagen schon deutlich teurer geworden sein. Dazu steigt der Ölpreis, was Sie an den Tankstellen natürlich bezahlen müssen. Die staatlichen Gebühren und Kosten sind ebenfalls bereits gestiegen.

Lebensmittel dürften erst nach und nach teurer werden, aber ansonsten wird das Leben sicher schneller teurer als lediglich um die offiziell gemessenen gut 1 %. Die Entwicklung ist fast nicht mehr aufzuhalten. Lediglich wenn die Banken keine Kredite mehr an Geschäfts- oder Privatkunden ausreichen würden, dann könnte der Geldmengenanstieg etwas gebremst werden.

Das aber ist nicht wahrscheinlich. Die Inflation kommt. Dabei bleiben zwei Fragen: Wann steigt die Inflationsrate schnell an und wird unser Vermögen noch schneller vernichten? Und was können Sie dagegen unternehmen?

 

2017: Das Jahr des weiteren Anstiegs

Zur ersten Frage: Die Inflationsrate dürfte wahrscheinlich noch 2017 deutlicher anwachsen. Wie stark, kann niemand seriös ausrechnen. Setzen Sie jedoch gar nicht erst auf die offizielle Inflationsrate. Viel schlimmer ist, dass Sie im realen Leben mehr Geld denn je zuvor für viele Produkte ausgeben müssen. Die inoffizielle Inflationsrate in den USA etwa bewegt sich nach seriösen Angaben bei etwa 5 %. Eine solche, gute und zuverlässige Statistik haben wir in Deutschland noch nicht.

 

Sie können sich wehren

Deshalb müssen Sie sich auf Ihr eigenes Gespür verlassen. Kommen wir indes zur zweiten Frage: Was können Sie tun? Viele Investoren setzen darauf, fremde Währungen zu kaufen. Die norwegische Krone, der US-Dollar oder der Schweizer Franken gelten als gute Alternativen. Sie sollten jedoch bedenken, dass Sie dieses Geld irgendwo lagern müssen. Dafür bieten sich vor allem ausländische Banken an. Was aber, wenn Sie im Krisenfall kaum noch reisen könnten?

Gold und Silber bleiben deshalb als beste Alternativen bestehen, auch wenn die Kurse derzeit relativ schwach sind. Gold leidet darunter, dass die Chinesen aktuell am Markt kaum als Käufer auftreten. Beobachter vermuten bereits, China ginge das Geld aus, also die Währungsreserven in Form des US-Dollars, um Gold zu kaufen.

Das kann so kaum stimmen. Die Chinesen sitzen auf Billionen von US-Dollar. Daher sollte auch der Goldpreis bald weiter anziehen.

 

Die Politik und die großen Medien behaupten ständig, die Inflationsrate sei nicht zu hoch. Das stimmt nur aktuell. Tendenziell ist das Risiko einer stark steigenden Inflationsrate gerade durch die Politik besonders hoch. Sie sollten sich weiterhin schützen und vor allem Edelmetalle als Alternativen in Erwägung ziehen.

 

Ihr

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Julien Backhaus

PS.: Liebe Leser, jüngst fragte ein Leser unter Ihnen, warum sich nur Silber zu Hause horten ließe – und Gold nicht. Diese Behauptung hatte er hier gelesen. Die Antwort erhalten Sie gern: Gold ist viel kompakter als Silber. Mit wesentlich kleineren Einheiten lassen sich bereits hohe Werte aus der Wohnung tragen. Silber ist zu groß und zu schwer. Einbrecher in Deutschland verbringen nur wenige Minuten in Immobilien. Um hohe Werte abzutransportieren, bräuchten sie viel mehr Zeit als bei Gold und deutlich mehr als einen großen Rucksack. Einbrecher werden auf Silber weitgehend verzichten.